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  • Jan 22, 2010
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Megatrends 2010 – Diesmal: In der Werbung

Und noch mehr Trends, diesmal im Marketing. Ständig im Wandel, konfrontiert es uns immer wieder mit neuen Entwicklungen und Trends. Eine schöne Zusammenfassung, was uns an der Marketingfront im Jahr 2010 erwartet, gibt es auf dem Blog von Bernd Röthlingshöfer.

Folgende acht Werbetrends hat er identifiziert:

1. Ehrlichkeit
„Heile Welt“-Versprechen wirken unglaubwürdig. Nutzer informieren sich bei anderen Nutzern. Preistransparenz wird selbstverständlich – der Kunde findet das günstigste Angebot ohnehin. Behalten Sie das im Hinterkopf, wenn Sie ihre Preise und Produkte planen.

2. Ego-Marken
Produktentwicklung, -kennzeichnung und -vertrieb durch den Kunden selber (z.B. mymuesli.de, spreadshirt. Produkte (z.B. Pauschalreisen) stellt der Kunde sich selbst individuell zusammen. Warum ihm das nicht ermöglichen?

3. Kartomanie
Alles und jeder wird digital in Karten eingezeichnet und gesucht – wer dabei sein will, muss dort möglichst effektiv für sich werben.

4. Dezentrale Werbung
Destinationen haben auf Facebook, Tripadvisor und Co oft mehr Besucher als auf der eigenen Destinationswebsite. Wird diese dann überhaupt noch gebraucht? Vielleicht sollte man sich mehr auf die dezentrale und weniger auf die zentrale Verbreitung von Informationen konzentrieren.

5. Selbstbestimmung
Kunden werden mit Informationen so zugemüllt, dass es umso erfrischender und reizvoller ist, sich aussuchen zu können, welche Infos man haben möchte. Der Kunde will seine Informationen selber suchen und finden – also dafür sorgen, dass Sie gefunden werden! Immer dabei beachten: Datenschutz!

6. Bildersuche
Die Bilderkennung unserer verschiedenen technischen Alltagserleichterer wird immer komplexer – und auch der allgemeine Anspruch an Bild- und Videomaterial, auch als Informationsträger, wächst. Also vielleicht mal mehr Geld und Gedanken an die Bildwelten des eigenen Produkts aufwenden.

7. Nähe
Back to the roots. Persönliche Nähe ist wichtig und bleibt dies auch und gerade in Zukunft. Aber auch die ständige Erreichbarkeit, damit verbundene Services (ja, sogar rund um die Uhr) und der Dialog mit dem Kunden werden immer selbstverständlicher.

8. Mundpropaganda
„Alle oben genannten Trends machen deutlich – Informationen beschaffen sich Ihre Kunden selbst und holen sie sich von anderen Kunden. Wichtig ist daher, dass positiv über Ihr Unternehmen und seine Produkte geredet wird. Fragen Sie sich daher bei allen Marketingmaßnahmen: Ist das bemerkenswert? Wird das den Menschen einen Anlass geben darüber zu reden? Ergänzend dazu sollten Sie auch Empfehlerprogramme starten. Überlegen Sie auch: Welche Ihrer Kunden eignen sich als Unternehmensbotschafter?“

Mehr dazu finden Sie – wie könnte es anders sein – auf Röthlinghöfers Blog.

Author: Daniela Kämmerer

Marketing-Konzeption, Strategie, Beratung, Kooperationen

2 Comments

  1. Hansson sagt:

    Ok, aber was heißt das für die Touristik? Locker bleiben!
    1. Ehrlichkeit
    Ein hohes Gut, aber Bullshit in der Touristik. Da gilt: Ich platziere mein Produkt zum Akzeptanzpreis einer Zielgruppe dort, wo diese es sucht. Noch sind wir nicht komplett beim nachfrageorientierten Markt angekommen. Noch ist der Reisende zu doof. Noch können marktbeherrschende Anbieter dem Konsumenten einen Schritt voraus sein.
    2. Ego-Marken
    No comment. Höchstens einer: Dynamic Packaging ist vor Allem mangels Technik bislang glorreich gescheitert. Große Portale treten auf der Stelle.
    3. Kartomanie
    Einverstanden für Urlaubsziele – Destinationen und Hotels. Ein Muss.
    4. Dezentrale Werbung
    Über Einträge auf Facebook, Tripadvisor und Co werden Urlauber schnell lernen, dass es gefakte Einträge sind. Seriöse, journalistisch recherchierte Beiträge auf etablierten Onlinemagazinen und differenziert berichtenden Special-Interest-Seiten werden gesucht werden. Die beinhalten auch Kritik. Und Kritik wird das wesentliche Merkmal für Authentizität werden – das schaffen touristische Anbieter aufgrund ihrer komplexen Strukturen noch nicht. Dazu müssen sie für 1. reif werden.
    5. Selbstbestimmung
    Und nochmal Nachfrageorientierung. Klar denkt Mütterchen Müh – die Spitze der so beliebten Best Ager – so. Aber in den Hirnen touristischer Dienstleister ist das nicht angekommen. Im Sinne von Katze und Schwanz (s.o.), aber auch Henne und Ei (?) heißt das (Katze und Schwanz), sich im Kreis zu drehen, was sich verändernde Verhaltensmuster von Onlineusern btrifft und darauf zu reagieren und zz. noch (Henne und Ei): Wer hat die Hoheit über Informationen? User oder Anbieter. Wie das ausgeht, sollte klar sein, aber dazu gehört ein Umdenken in Richtung des Nachfragers.
    6. Bildersuche
    Logisch. Stimmt, gerade in Anbeatracht des Zusammenwachsens der Informations- und Kommunikationskanäle.
    7. Nähe
    Das glaube ich nicht! Wichtig wird die Seriösität des Anbieters. Der wird dann auch ohne persönlichen, aber mit einem ausgecheckten digitalen Kontakt (Regelkommunikation!) auskommen. Ein Help Desk ist dabei zwar notwending, aber bei perfektionierter Regelkommunikation, bald überflüssig.
    8. Mundpropaganda
    Brandbuilding durch Multiplikatoren – billiger und effizienter gehts nicht! Dazu gehört aber wieder 1. Wer dazu bereit und in der Lage (!) ist, wird gewinnen.

  2. […] im vergangenen Jahr haben wir eine Auflistung relevanter Marketingtrends geliefert. Die über das ganze Jahr hinweg […]

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