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  • Feb 23, 2011
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Eyecatcher am Messestand – maximaler Erfolg mit der richtigen Präsentationstechnik

Wenn Unternehmen Leistungen und Produkte auf Messen präsentieren, dann um Umsatz zu generieren, ohne „Wenn und Aber“. Als Verstärker kommen Präsentationstechniken zum Einsatz: Sie fungieren als Eyecatcher, um in der massiven Konkurrenzlandschaft einerseits den Kunden zum Point of Sale zu führen – andererseits die Produktvorzüge im Einzelnen zu erklären und den Kunden an den Stand zu binden.Wenn man’s richtig macht…

Ein erheblicher Teil der Leistungen, gerade auch im Tourismus, kann aus infrastrukturellen Gründen nicht auf der Messebühne glänzen. Jamaica finden Sie in Halle 8, Stand 7 – die MS Deutschland in Halle 4, Stand 9. Mit den heutigen Techniken ist vieles möglich – auf die körperliche Präsenz dieser Produkte müssen wir wohl vorerst noch verzichten. So bleibt das Credo bei solchen Leistungen, Bedürfnisse via Bild und Ton zu wecken. Allerdings – und diese Attitüde herrscht nicht nur auf weniger prominenten Messen – wird hier oftmals am falschen Ende gespart. Können doch semi-professionelle oder gar amateurhafte audio-visuelle Präsentationen genau das Gegenteil bewirken. Projektionen, die anmuten wie ein asymmetrisches Trapez – manchmal sieht man vor lauter Umgebungslicht auch gar nichts, krächzende Lautsprecher oder unterdimensionierte Bildschirme nehmen dem potenziellen Kunden die Lust bereits am „Einstieg“! Insbesondere deswegen unverständlich, da Fachmessen für einen größeren Teil der Aussteller das Jahreshighlight zur Präsentation ihrer Waren und schlussendlich zum nachhaltigen Erfolg darstellen.

Je nach Umgebung stehen professionelle Präsentationstechniken zur Verfügung, die dem Kunden gleichsam Seriösität und Vertrauen sowie Emotionen und „Lust“ vermitteln. Brillante, klare Bilder lassen sich am besten mit selbstleuchtenden Medien wie LCD- und Plasmadisplays darstellen. Diese sind heute mit bis zu 103“, also ca. 261cm Bilddiagonale verfügbar. Bei größeren Flächen kommen steglose Plasmawände oder hochauflösende LED-Videowände zum Einsatz, die nahezu unendlich ergänzbar sind. Flächen von über 20 qm sind hier keine Ausnahme. Ein extrem hoher Aufmerksamkeitswert ist in jedem Fall garantiert. Projektionen großer Flächen mit entsprechend lichtstarken Beamern sind verhältnismäßig günstiger. Allerdings sind diese sehr abhängig vom Umgebungslicht und bedürfen eines freien Raums zwischen Beamer und Leinwand. Spezielle Tücher lassen eine Rückprojektion in einem Tunnel zu. So kann höheres Umgebungslicht bedingt umgangen werden. Die Stärke von Projektionen liegt eindeutig im Bereich Konferenz mit Moderation. Für extrem brillante und kontrastreiche Ergebnisse sollten diese verschiedenen Parameter im Standumfeld vorab sorgsam geprüft werden.

Weitere innovative Techniken (der Einsatz sollte unbedingt mit dem Kommunikationszweck abgestimmt sein) sind auch mit überschaubarem Budget realisierbar. Living surface: Eine Projektion auf den Fussboden. Inhalt ist z.B. ein Meeresleben mit Fischen, Algen und entsprechend typischen Details. Geht ein Besucher über die projizierte Fläche, entstehen z.B. Wellen, und die Fische spritzen auseinander. Hierbei wird die Bewegung des Besuchers „gescannt“ und interaktiv in der Projektion umgesetzt. Ähnlich funktioniert diese Anwendung bei Megatouchscreens: Eine große Fläche – LED-Videowand (oder Projektion) dient quasi als Touchmonitor. Die Fläche wird mit dem Radar abgetastet und Bewegungen des Besuchers auf dem Medium wie beim Touch umgesetzt. Ein direkte Berührung findet allerdings nicht statt. Auch die Wasserleinwand dient als nachdrücklicher Eyecatcher: Eine Projektionsfläche (Leinwand) wird mittels feinster Wasserstrahlen hergestellt. Die Strahlen werden aus einem speziellen Rohrsystem geschossen und fließen wieder in einen geschlossenen Kreislauf. Zum Projizieren sind handelsübliche Geräte nicht geeignet. Auf die Wasserwand wird mit ca. > 15.000 Ansi-Lumen projiziert. Solche Geräte gehören allerdings zur Standardausrüstung der meisten Anbieter professioneller Präsentationstechniken. Bei allen diesen Systemen ist ein hoher Aufmerksamkeitswert garantiert. Die Living surface kann nur bedingt Informationen transportieren, wird aber auf Grund der spielerischen, interaktiven Möglichkeiten vom Besucher stark frequentiert.

In Hinsicht auf interaktive Kommunikation stellen verschiedene Aussteller für Ihre Besucher auch im vollen Umfang Internetanbindungen zur Verfügung. Allerdings bergen diese auch erhebliche Gefahren. Soziale Netzwerke und Co. sowie der freie Zugang zu externen Plattformen kannibalisieren die Produkte und Leistungen des Ausstellers. Die Verweildauer der Messebesucher wird künstlich – ohne messbare Benefits – ausgedehnt. Schlechtestenfalls halten sich potentielle Interessenten auf Grund der ständigen Belegung der Terminals vom Stand fern. Die Lösung besteht in einer speziell für den Messezweck programmierten Intranetplattform oder entsprechender Software. Diese liefert dem Kunden alle erdenklichen Informationen. Das Standpersonal steht für ergänzende Informationen und Hilfe bereit. Kiosksysteme mit Touchfunktion oder Stand-Alone Geräte mit entsprechenden Applikationen werden zukünftig einen hohen Anteil der Infoprodukte einnehmen. All-In-One PCs mit kleineren Bildschirmdiagonalen zur Anbringung an einer Messewand sind überdies eine günstige Lösung für eine hohe Anzahl gleichzeitig aktiver Standbesucher. Touchanwendungen finden zu dem zunehmend Anerkennung, da hier interaktive Kommunikation ohne weitere Peripheriegeräte stattfindet.

Alles in allem nimmt professionelle Präsentationstechnik nur einen geringen Anteil eines Messebudgets ein, erörtert Ralf Czwalinna – Geschäftsführer der Panel5 Gesellschaft für Veranstaltungstechnik und –management mbH. Auf die Möglichkeiten professionellen Supports, ggf. einen entsprechenden Austauschservice oder eine professionelle Betreuung zu verzichten, senkt mit Sicherheit marginal die Kosten – wohl am Ende aber auch den Erfolg.

Author: Gastautor

1 Comment

  1. Vielen Dank für diesen Überblick der technischen Möglichkeiten für den modernen Messestand! Ich möchte gerne auf einen technischen Bereich noch genauer hinweisen: Multitouch-Screens. Diese Technologie wird immer günstiger und auch beliebter, als interaktive Ergänzung des Messestands. Hier ein schöner Blogartikel mit 10 Gründen für Multitouch-Technologie auf Messen: https://www.garamantis.com/blog/2017/03/06/10-grunde-fur-multitouch-technologie-auf-messen/

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