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  • Jan 15, 2010
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Dynamic Publishing in der Touristik: Die Rationalisierung des Print-Workflows

Durch schnelle Internetverbindungen, vernünftige Bildschirmdarstellung und einen verlässlichen Workflow ist das Template gestützte Publizieren (Web-to-Print) in letzter Zeit zu einem ernstzunehmenden, nützlichen Tool geworden. Nicht zuletzt für die Wächter des Corporate Design, aber auch für das Marketing und den Vertrieb.

Die Vorteile einer Template-Lösung für das Corporate Publishing im Netz liegen auf der Hand: Rund um die Uhr erreichbar, von jeder Workstation mit Browser und Internetzugang bedienbar, bringt man schnell und mit geringer Fehlerquote die eigenen Produkte in Form und erstellt PDFs bzw. lässt drucken. Interessant ist dies vor allem für vertriebsintensive Branchen mit vielen regionalen Büros oder international agierende Unternehmen und auch als Serviceleistung für Zweitverwerter (Prospektdesigns mit Reiseangeboten für Reisebüros etc.).

Man soll mit Web-to-Print-Systemen die Time-to-Market-Reaktionszeit um bis zu 80 Prozent reduzieren können. Ich bezweifle diese Zahl – denn in den vergangenen Jahren sind die Reaktionszeiten der konventionellen Dienstleister ebenfalls extrem kurz geworden.

Allerdings spart man mit Sicherheit Zeit und somit Geld ein, wenn der Key-Accounter beim Busreiseveranstalter in Görlitz sitzt und mit ihm zusammen mal eben den neuen Produktflyer individualisiert und das druckfertige PDF übergibt. Erklärt man nebenbei auch noch die Bedienung des Systems, kann der Busunternehmer dann mit einem Gastzugang die nächsten Flyer selbst erstellen und man spart somit sogar noch Werbekostenzuschüsse.

Wofür lohnt sich so ein System? Für Plakate, Displays, Newsletter, Direktmails, Flyer, Prospekte, Broschüren und Kataloge. Jedenfalls, wenn Ihre Agentur eine vernünftige Template-Lösung für die einzelnen Drucksachen entwickelt hat. Aber Obacht: Nicht jeder Marketer, KAM bzw. Zweitverwerter ist ein begnadeter Texter. Es kann also passieren, dass zwar das Corporate Design passt, das Wording aber total daneben ist.

Wofür lohnt sich so ein System nicht? Für Anzeigen: Die Anforderungen sind viel zu individuell (Formatanpassungen etc.), als dass sich hier eine Template-Lösung lohnen würde. Für Specials: Stanzen, Sonderformate, Sonderfarben etc. sind problemloser auf konventionelle Art zu realisieren. Und wie schon oben gesagt: Bei allen Drucksachen, die nach einem „Werbetext“ verlangen, sollte man einen Profi ranlassen – eine gute Headline und ein guter Text sind Gold wert.

Zu guter Letzt noch ein Beispiel für „Vintage Marketing“. Die Kreuzfahrtreederei Costa meldete kürzlich, personalisierte Flyer für Reisebüros zu versenden. Soweit, so gut. Das dies allerdings über das gute alte Fax geschieht, stand dann auch noch in der Meldung. Sollten Sie sich also für eine – ziemlich teure – Kreuzfahrt interessieren, kann es vorkommen, dass Sie in Ihrem Reisebüro einen Zettel aus dem Fax in die Hand gedrückt bekommen. Womöglich nochmal kopiert. Gute Fahrt!

Author: Jörn Wehmeyer

3 Comments

  1. […] sei – um wieder die Möglichkeit zu haben, vernünftig Geld zu verdienen. Denn gegen Web-to-print-Lösungen für Kataloge “von der Stange” oder den Setzer von nebenan haben Werbeagenturen […]

  2. Ari sagt:

    Koennten Sie eventuell Anbieter und Software dazu empfehlen?

    • Wir als klassische Agentur haben selbst wenig Berührung mit Web-to-Print-Lösungen da wir bestrebt sind, nach Möglichkeit viele Leistungen inhouse zu realisieren. Die Lösung von Brandmaker macht einen guten EIndruck – einen richtigen Erfahrungsbericht können wir aber nicht liefern. Und, Obacht: Richtig lohnen werden sich solche Lösungen erst für größere Unternehmen mit vielen Dependancen und hohem Kommunikationsaufwand. Kleinere Mittelständler werden konventionell von ihrer Hausagentur kostengünstiger und flexibler betreut werden.

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