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  • Apr 27, 2010
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Die Kommerzialisierung des Social Web

Die Grundidee des so genannten Social Web war es einmal, Personen in einen Dialog miteinander zu bringen – reale Personen, Menschen wie Du und ich. Mit welchem Hintergrund, ist vom Portal abhängig – von Xing über meinVZ und kruden Auswüchsen wie Twitter. Dass nun immer mehr Firmen die meinungsbildende Macht, die enorme Reichweite bzw. des Erreichen extrem spitzer Zielgruppen im Social Web erkennen und zu nutzen versuchen, war nur eine Frage der Zeit. Zumal die Reichweite weiter steigt:
In der Zielgruppe der 18- bis 54-Jährigen ist beispielsweise die Zahl der Facebook-Nutzer in Deutschland allein innerhalb eines knappen halben Jahres von 3 auf über 4,5 Millionen gestiegen (Juli–November 2009). Für die Markenbildung eines Unternehmens eine nicht zu unterschätzende Reichweite, die mit recht schmalen Mitteln zu erreichen ist. Hat man erstmal die kritische Masse der Follower, Freunde oder wie sie alle heißen überschritten, greift das Schneeballprinzip und (fast) alle sind dabei. „Fast alle“ meint, dass es zunehmend digitale Selbstmorde gibt: Gerade User in der werberelevanten Zielgruppe sind der virtuellen Freunde überdrüssig und konzentrieren sich auf ihre wirklichen. Ein Aspekt dieser Flucht liegt mit Sicherheit auch in der Kommerzialisierung der Portale – man hat das Gefühl, nicht mehr unter sich, sondern gerade Ziel einer Guerilla-Kampagne zu sein oder findet plötzlich passende Ads (gerade hat man bei Google noch nach einem Urlaubsziel gesucht) auf seinem Facebook-Profil. Das macht mißtrauisch, verletzt womöglich die Intimsphäre und nervt manchmal kolossal.

Die Präsenz auf Social Web-Portalen ist heute für Unternehmen bezüglich der Markenbildung (Imagepflege und Kundendialog) quasi ein Muss, allerdings ist Authentizität bei der Kundenansprache gefragt. Das macht Nutzer zu Followern und Multiplikatoren – und stärkt somit den Auftritt, die Marke.

Author: Jörn Wehmeyer

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